Technik
Über hochleistungsfähige ADSL-Anschlüsse sind die WISPOL-Funknetzwerke per Kabel und / oder mehrere 5-GHz-Richtfunkstrecken mit dem Internet verbunden. Vor Ort kommen üblicherweise mehrere HotSpots zum Einsatz, mit denen per WLAN die Verbindung der einzelnen Teilnehmern mit dem Funknetzwerk realisiert wird. Alternativ kann diese Verbindung auch per Antennenkabel (Coax) erfolgen (derzeit nur in Diehsa).
Sicherheit an erster Stelle
Die Datenübertragung in den WISPOL-Netzwerken erfolgt selbstverständlich verschlüsselt. Die Verbindung mit den WISPOL-Netzwerk ist nur für registrierte Nutzer möglich.
Die eingesetzte Technik entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Die Sendeleistung der HotSpots liegt mit ca. 1 Watt noch unter der Sendeleistung eines üblichen Handys, welches in der Regel mit bis zu zwei Watt sendet..
Für die öffentliche Nutzung der Funknetzwerke hat der Betreiber von den zuständigen Behörden die erforderlichen Genehmigungen erhalten.
Geräteempfehlungen und Preise (Stand Juni 2010):
1. USB-Adapter (2,4 GHz): Diese kostengünstige Hardware (ab ca. 40 Euro) scheint für den mobilen WLAN-Zugang eines einzelnen PCs oder Notebooks bei unmittelbarerer Nähe (max. 50 Meter bei freier Sichtverbindung) zu einem HotSpot auf den ersten Blick ideal. USB-Adapter können mit kostengünstigen USB-Verlängerungskabeln (ca. 5,- Euro für zwei bis max. fünf Meter) leicht empfangsgünstig im Bereich von Fenstern positioniert werden.
Allerdings war festzustellen, dass viele dieser Adapter offenbar äußerst anfällig sind: Sie wurden sehr schnell sehr heiß und hatten deshalb eine nur kurze Lebensdauer. Meist waren sie nach ein bis zwei Monaten Einsatz defekt.
Weiterer Nachteil: Üblicherweise besitzen diese Adapter keinen Anschluss für eine Außenantenne sowie eine relativ schwache Innenantenne, weshalb der Einsatz nur in unmittelbarer Nähe eines HotSpots zufriedenstellend funktionieren kann. Die Treiber bieten in der Regel nur unzureichende Einstellmöglichkeiten, insbesondere bei der Regulierung der Sende- bzw. Empfangsleistung. Viele Adapter sind herstellerseitig auf eine niedrige Sendeleistung fest eingestellt, u. a. um weniger Abwärme zu erzeugen.
Zusammenfassend ist die Verwendung von USB-Adaptern zur Verbindung mit HotSpots nur bedingt zu empfehlen! Beim Aufbau von eigenen Haus-WLAN's sind die Adapter dagegen sehr gut geeignet.
2. PCI-Steckkarten und Antennen (2,4 GHz): Üblicherweise besitzen PCI-Karten (ab ca. 30,- Euro) eine abnehmbare Antenne, womit die Positionierung der mitgelieferten "Stummelantenne" mit einem gut geschirmten Verlängerungskabel (zwei Meter für etwa 20,- Euro) leicht bzw. der Einsatz einer Außenantenne problemlos möglich wird. Das Verlängerungskabel bei Außenantennen sollte möglichst nicht länger als 8 Meter sein, weil die Dämpfung sonst zu hoch wird. Der Preis für dringend empfohlene hochwertige Antennenkabel beträgt bei acht Metern ca. 30,- Euro.
Die Auswahl an Richtantennen für den Außenbereich ist groß. Unbedingt zu empfehlen sind hochwertige Antennen mit einem hohen Antennengewinn. Je länger das Antennenkabel sein muss, umso höher muss der Gewinn der Antenne gewählt werden! Geeignete Antennen gibt es für ca. 40,- bis 150,- Euro.
Zum Einbau von PCI-Karten muss der PC geöffnet werden. Die Verwendung von normalen PCI-Karten in Notebooks ist nicht möglich. Ihr großer Vorteil dagegen ist, dass es in den WISPOL-Funknetzwerken gegenüber den USB-Adaptern mit PCI-Karten bisher kaum zu Hitzeproblemen oder sonstigen Ausfällen kam.
Zusammenfassend ist die Verwendung von PCI-Karten für den Anschluss einzelner PCs empfehlen.
3. WLAN-AccessPoints / WLAN-Router (2,4 und 5 GHz): Diese Geräte eignen sich für den Anschluss ganzer Computernetzwerke und / oder die Nutzung von VoIP (Internettelefonie). Bei der Auswahl eines AccessPoints muss unbedingt die Fähigkeit "Client-Modus" sowie "Router" geachtet werden! Die meisten angebotenen AccessPoints beherrschen nur den typischen "Basisstations-Modus" für den Aufbau eines eigenen Funknetzwerks. In diesem Modus ist die Verbindung zu den WISPOL-Funknetzwerken jedoch nicht möglich!
Zu empfehlen sind hochwertige Geräte, die bereits in einem Antennengehäuse integriert sind und so sehr gute Empfangs- und Sendeeigenschaften besitzen, da es zu keinen Verlusten in Folge von Antennenkabel kommt. Gerade bei den WISPOL-Funknetzwerken, welche ausschließlich im 5 GHz-Bereich betrieben werden, sind diese Geräte dringend zu empfehlen. Hier ist insbesondere die NanoStation ab etwa 80,- Euro zu nennen. Zusätzlich benötigt wird für den Anschluss mehrerer PCs bzw. zur Nutzung von VoIP auch ein handelsüblicher Netzwerk-Hub bzw. -Switch (ab ca. 30,- Euro).
Für die Nutzung von VoIP über die WISPOL-Funknetzwerke empfiehlt der Funknetzwerk-Betreiber die von ihm getesteten Geräte von AVM: Zum Anschluss eines analogen Telefons bzw. einer analogen Telefonanlage zum Beispiel die "Fritz!Box Fon 5010" und für ISDN-Telefone bzw. Telefonanlagen die "Fritz!Box Fon 5012" für je ca. 75,- Euro.
Nichts falsches kaufen!
Aber Achtung: Bevor Sie viel Geld für guteTechnik ausgeben, die dann vielleicht nicht mit den WISPOL-Funknetzwerken kompatibel ist, können Sie sämtliche Technik beim Anlagenbetreiber beziehen. Auf Wunsch auch fertig programmiert und bereits freigeschalten. Wenn Sie möchten, wird die Technik auch gleich installiert und Ihr Computer entsprechend konfiguriert. Hierfür werden verschiedene Sets zum Festpreis angeboten!
Bitte lassen Sie sich ein entsprechendes Kostenangebot unterbreiten. Informationen erhalten Sie auch über die kostenlosen Hotline 0800 5777 9999.
